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Projekt Chance Nachsorge für Straffällige Die Landesstiftung Baden-Württemberg finanziert das Nachsorgeprojekt "Chance" . Ziel des Projekts ist, durch eine besonders intensive Betreuung im Übergang vom Vollzug in die Freiheit die Resozialierungschancen zu verbessern.
Das im März 2008 in der DBH-Reihe Materialien Nr. 60
erschienene Qualitäts-Handbuch beschreibt Intention und
Arbeitsabläufe: Nachsorgeprojekt Chance - kein
"Entlassungsloch" für Strafentlassene
Das Netzwerk Straffälligenhilfe in Baden-Württemberg, eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts bestehend aus dem Badischen Landesverband für soziale Rechtspflege, dem DPWV-Landesverband Baden-Württemberg und dem Verband Bewährungs- und Straffälligenhilfe Wüttemberg hat mit 21 Mitgliedsvereinen die Durchführung dieses Projekts als Dienstleister übernommen.Mit ihren ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern stellen ihre Mitglieder die Nachsorgekräfte. Ansprechpartner und Zuständigkeiten sind nachfolgend aufgeführt. Die zunächst auf 3 Jahre konzipierte Laufzeit wurde bis 31.12.2010 verlängert. Die Landesstiftung Baden-Württemberg stellt im Rahmen des Projektes die laufenden Mittel zur gezielten Betreuung von Haftentlassenen zur Verfügung. Ziel: Reduzierung der Rückfallgefahr durch Stabilisierung der Lebensumstände gerade im schwierigen Übergang vom Vollzug in die Freiheit. Nachsorgekräfte gewährleisten an dieser Nahtstelle eine besonders intensive Betreuung.
Zielgruppe: Zielgruppe sind Strafentlassene bis 40 Jahren mit Endstrafe und vorzeitig Entlassene ohne Bewährungshelfer, bei denen eine drei- bis sechsmonatige Betreuung im Übergang vom Vollzug zur Freiheit Erfolg versprechend ist.
Konzept: Ehren- oder hauptamtliche Mitarbeiter der Vereine als persönlicher
Begleiter des Gefangenen nehmen bereits im Strafvollzug Kontakt zum Gefangenen
auf. Sie begleiten und helfen bei den Entlassungsvorbereitungen (Wohnungs- und
Arbeitssuche u.a.). Sie kommen aus der Nähe des Wohnorts des Entlassenen und sind dort sein erster Ansprechpartner. Sie leisten Krisenintervention und vermitteln bei Bedarf an Beratungsstellen (Sucht, Schuldenregulierung u.a.), Therapeuten oder Trainingskurse weiter. Die Integration des Straffälligen ins Gemeinwesen und die Anbindung ans örtliche Hilfesystem dient der Resozialisierung.
Nähere Informationen über das Projekt bietet der auf dieser Internetseite veröffentlichte
Die Evaluation des Nachsorgeprojekts durch die kriminologischen Institute der Universitäten Heidelberg und Tübingen zeigt die Wirksamkeit dieser Maßnahme. Der Abschlussbericht erschien am 22. 2. 2010 und kann als PDF hier geladen werden. Das Nachsorgeheft für das Projekt wird zukünftig nicht mehr in Papierform, sondern nur noch zum Download zur Verfügung gestellt. Der Download der jeweils aktuellen Version ist von den Internetseiten der beiden Straffälligenhilfeverbände als PDF-Datei möglich.
Arbeitsmittel:
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